Vergleiche

Diese Woche gab es wieder neue Kinder in der Schule. Ich habe auch eine abbekommen. Tatsächlich war es anfangs gar nicht klar, woher, Ukraine wäre ja naheliegend, wusste aber keiner. Saß dann da in meiner Chaosklasse und wunderte sich über meinen lockeren Umgang mit einigen Kindern, die ich wahlweise anschnauzte, weil sie dazwischenriefen oder mit ihnen Witze riss. Ich entschied, dass sie das hellste Köpfchen in der Klasse ist, sympathisch obendrein und so lieb und artig, dass sie bei dem ganzen Hin und Her sich so ihre Gedanken gemacht haben muss.

Später berichtete mir dann die Klassenlehrerin, dass sie nur umgezogen sei und aus der Nähe käme. Sie hätte Förderbedarf Schwerpunkt Lernen und sei wohl nicht so helle. Sie prüfte das natürlich gleich ab in ihren Kernfächern Deutsch und Mathe (ich unterrichte in der Klasse ja nur Sachunterricht) und stellte fest, dass ich Recht hatte. Wir haben entschieden, auf den letzten Metern kein Fass mehr aufzumachen, wer will denn schon kurz vor den Ferien noch Förderpläne für 14 Kinder schreiben müssen. Und um den einen abzuerkennen, reicht die Zeit nicht.

Apropos kurz vor den Ferien: der Film hat mal wieder Überlänge und die kurze Pause zwischendurch reichte nicht einmal fürs Kippchen. Dafür hatte ich vergessen, meinen Wecker umzuprogrammieren und weckte mich zweimal! um halb sechs, obwohl ich gar nicht aufstehen musste. Allen möglichen Scheiß gibt es, aber eine Aussetzfunktion für Feier- und Ferientage am Wecker des Smartphones gibt es nicht, obwohl mein Smartphone doch sogar ständig wissen will, wo ich gerade bin. Die Standortübermittlung habe ich allerdings ausgestellt, den einzigen Nutzen davon, das Navi bei Google, benutze ich nicht, ich fahre nach Gefühl.

In meiner dritten Klasse im Sachunterricht ist jetzt das Thema Brandschutz dran. Ich werde die Kinder erstmal auf Safari schicken und die Feuermelder und –löscher im Gebäude zählen lassen, Interviews mit zufällig aufgegriffenen Mitschülern aus anderen Klassen durchführen, um zu evaluieren, wie es um die Kenntnisse im Brandschutz gestellt ist. Es soll ja Sommer werden und recht heiß. Am Ende machen wir noch ein paar Experimente mit Feuer. Kokeln bei Herrn spraakvansmaak.

Und dann mache ich in Erich Kästner. Fast hätte ich mir den Spaß verdorben mit einer überbordenden Stationenarbeit, bei der ich mal wieder nicht bedacht hatte, dass diese Kinder einfach sehr langsam sind (echt jetzt, spraakvansmaak? nach fast einem Jahr??!?). Wir haben noch nicht mal das Vorwort gelesen. Egal. Ab morgen geht’s los.

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